Elektronische Gesundheitskarte


08. Oktober 2009


Wenn die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Patienten mit einer seltenen Erkrankung hilfreich sein könnte, dann wohl eher nach einer Diagnose. Die Karte hat das Potential, Karteninhaber zu stigmatisieren.


Patienten mit seltenen Erkrankungen sind in der Regel  bis zur korrekten Diagnose zum deprimierenden "Arzthopping" gezwungen - sofern sie nicht resignieren wollen.  Auf ihrer "Extremtour" treffen sie auf entwürdigende Hürden: "Verlegenheitsdiagnosen" wie "Psychogene Störung" oder gar "Simulant", "Non-Compliant". Wenn diese Diagnosen auf der Gesundheitskarte fixiert sind, wird die Stolperstrecke hin zur korrekten Diagnose noch schwieriger, länger oder ganz unmöglich.




"Diagnosestellung

Die große Mehrzahl der Ärzte sieht eine bestimmte Seltene Erkrankung häufig nur einmal - wenn überhaupt - während ihres Berufslebens. Die Patienten erhalten deshalb oft erst nach langer Zeit eine Diagnose und nachdem sie viele unterschiedliche Ärzte aufgesucht haben. Manche Patienten erhalten nie eine richtige Diagnose, entweder weil die Krankheit noch nicht bekannt ist oder weil die Diagnose erst nach dem Tod gestellt wird. Es fehlen die richtigen Diagnoseverfahren oder sie sind unter den Ärzten noch nicht bekannt."

Quelle:www.achse-online.de.Lesestand 08 Okt 2009



Leider hat der Karteninhaber keine Möglichkeit, selbst etwas auf die Karte zu laden.

 

Ich möchte im Moment hier nicht auf die Diskussion zum Thema Datensicherheit, Kosten und Verwaltungsaufwand in Praxen eingehen.