Epilepsie bei MG 7 x häufiger als in der übrigen Bevölkerung?
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2011-08-15 + 16
("Epilepsy is 5 to 7 times more frequent among patients with myasthenia than in general")
Epilepsie sei 5 bis 7 mal häufiger bei Patienten mit Myasthenie als sonst in der Bevölkerung.
Das vergesellschaftete Auftreten (die Assoziation) von Myasthenie und Epilepsie könnte in bestimmten [!] Fällen ein Argument für die Annahme eines Immunmechanismus sein. Diese Vermutung wurde bei der Fallbeschreibung von 3 Patienten mit Myasthenie vorgetragen von der
Croatian Society of Child Neurology (CCNS)
auf dem
9th Congress of the European Pediatric Neurology 11. bis 14. Mai 2011
- wobei der Entstehungsmechanismus nicht einer Ursache zuzuschreiben ist. [Das gilt generell für Epilepsien.
Medikamente und Medikamentenkombinationens" können z.B. Epileptische Zwischenfälle provozieren].
Die Fälle:
(1) 3jrg. Junge mit congenitaler (angeborener, genetisch bedingter) Myasthenie (CMS).
(2) 21 jrg. Frau mit Myasthenia gravis (MG) - seropositiv („with immunologic origin")..
(3) 22 jrg. Frau mit Myasthenia gravis (MG) .
Quelle:
Maria Lacramioara Darja, Oana Tarta-Arsene, Diana Barca, Ioana Minciu, Dana Craiu:
Coexistence of Different Types of Epilepsy and Myasthenia : report of three cases.
9th EPNS Congress European Paediatric Neurology Society Congress, 9th EPNS Congress.
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Es finden sich in der wiss. Literatur weitere Fallbeschreibung von Myasthenie plus Epilepsie.
Ein Beweis für die immunogene Entstehung einiger Epilepsieformen könnte der (kurzfristige)
Erfolg der Behandlung mit Immunglobulinen z.B. bei Kindern mit Epilepsie sein.
Myasthenia gravis und Lambert-Eaton-Syndrom können bekanntermaßen mit etlichen weiteren Autoimmunerkrankungen auftreten, häufig mit Hashimoto, bei denen ebenfalls Immunglobuline
erfolgreich zum Einsatz kommen. Es könnte ja auch sein, dass eine Besserung dieser Störungen
durch die Medikamente, die eine Epilepsie fördern, reduziert oder abgesetzt werden können.
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Beim Lambert-Eaton-Myasthenischen Syndrom sind (vorübergehende epilept. Anfälle) bei Überdosierung mit Amifampridin / 3,4-DAP - jetzt als FirdapseTM angeboten - bekannt.
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Weitere Informationen zu Epilepsien unter:
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:
Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter.
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-041_S1_Epilepsie__erster_Anfall_und_Epilepsien_im_Erwachsenenalter_10-2008_10-2013.pdf
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2011-08-16
Eine 28 jrg. Frau erhielt mit 17 Jahren Phenytoin sodium zur Behandlung ihrer epileptischer Bewusstseinsstörungen (speziell: komplex partieller Anfälle).
Als sie 5 Jahre später an Myasthenia gravis erkrankte, wurde Phenytoin ersetzt durch
Valproic acid.
Zusätzlich wurde die Plasmapherese eingesetzt.
Quelle:
Chi-Wan Lai, MD; Ilo E. Leppik, MD; David C. Jenkins, MD; Paul Sood, PhD:
Epilepsy, Myasthenia Gravis, and Effect of Plasmapheresis on Antiepileptic Drug Concentrations.
Arch Neurol. 1990;47(1):66-68.
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Erläuterungen aus der Sicht 2011:
Bedenken Sie bitte, der Artikel erschien vor 20 Jahren, die genannten Arzneimittel wurden entsprechend vermutlich vor über 30 Jahren eingesetzt, entsprechend dem damaligen Stand der Arzneimittelforschung.
Europ. Handelsnamen von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Phenytoin:
Epanutin, Phenhydan, Zentropi, Epilan.
Handelsnamen für Arzneinmittel mit dem Wirkstoff Valproic acid:
Depakote, Depakote ER, Depakene, Depacon, Depakine, Valparin, Stavzo
Handelsname für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Phenobarbital: Luminal.
Freya Matthiessen
