Krebsrisiko bei Autoimmunerkrankungen erhöht
Laut Studie haben Menschen mit Myasthenia gravis ein bedeutend höheres Risiko an Speiseröhren-, Magen- und Darm-Krebs zu erkranken.
„Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum haben in einer kürzlich veröffentlichten Studie berechnet, wie Autoimmunerkrankungen und Krebs des Verdauungstraktes zusammenhängen."
„Myasthenia gravis, einer Störung der neuromuskulären Erregungsübertragung, treten ...fünf verschiedene Krebsarten vermehrt auf: Beispielsweise haben Patienten, die an dieser relativ seltenen Autoimmunerkrankung leiden, ein fast dreifach erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrebs. Für Magen- und Darmkrebs ist das Risiko um etwa 30 Prozent höher als das der Allgemeinbevölkerung"
„Eine mögliche Ursache für die gesteigerten oder verringerten Krebsrisiken von Patienten mit Autoimmunkrankheiten liegt in der Medikation: Viele dieser Krankheiten werden mit immununterdrückenden Medikamenten behandelt. Das so gedrosselte Immunsystem ist nicht mehr in der Lage, Tumorzellen effizient zu bekämpfen. Das bedingt ein erhöhtes Krebsrisiko."
Bitte lesen Sie den Volltext der Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg:
http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2011/dkfz-pm-11-54-Autoimmunerkrankungen-beeinflussen-Krebsrisiko.php
Kommentar F.M::
Das evtl. durch Immunsuppressiva erhöhte Risiko für Krebs im Verdauungstrakt ist ggf- erhöht durch den Konsum größerer Mengen Alkohol, Kaffee, Gewürze, auch bestimmter Nahrungsmittel.
Besonders ist das Rauchen zu erwähnen.
Kaffee entzieht dem Körper zudem noch Kalzium.
Da durch das immunmodulierende Arzenimittel Cortison Osteoporose bei entsprechend langfristiger Einnahme das Risiko für eine Osteoporose zunimmt, wird ggf. ein Biphosphonat verordnet. Dieses wiederum, wird vermutet, ist nicht ohne ein erhebliches anderes Risiko:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=5476616/1ed8ble/index.html.
Ängste sind sicherlich unangebracht, keinesfalls gesundheitsfördernd. Im Leben müssen wir ja immer Nutzen und Risiko abwägen: im Auto, beim Sport, bei Veranstaltungen...
Aber Wissen, Überlegung,Vernunft und Vorsicht können ein Risiko niedriger halten.
Und das Gespräch mit Ihrem Arzt, der Telefonberatung bei der Deutschen Krebsforschungszentrale - und nicht zuletzt mit anderen Menschen, welche dieselben Sorgen habenwie Sie- Besser: Mitmenschen, die ihre Ängstegegen Zuversicht "eingetauscht" haben.
